
Welcher Untergrund für eine Motorradgarage?
, Von Sinan Ercan, 6 min Lesezeit

, Von Sinan Ercan, 6 min Lesezeit
Eine Motorradgarage benötigt einen ebenen, tragfähigen und dauerhaft befestigten Untergrund. Erfahren Sie, wann eine Betonplatte sinnvoll ist, ob Pflaster ausreicht und was Sie vor Lieferung und Montage beachten sollten.
Eine Motorradgarage schützt Ihr Fahrzeug vor Regen, Schnee und unbefugtem Zugriff. Damit die Konstruktion langfristig sicher steht und sich die Tür problemlos bedienen lässt, ist ein geeigneter Untergrund besonders wichtig. Doch ist dafür immer eine Betonplatte notwendig – oder kann die Garage auch auf Pflaster aufgestellt werden?
In diesem Ratgeber erfahren Sie, welche Untergründe grundsätzlich geeignet sind, worauf bei der Vorbereitung zu achten ist und welche Voraussetzungen vor Lieferung und Montage geklärt werden sollten.
Eine Motorradgarage benötigt einen ebenen, tragfähigen, befestigten und möglichst frostbeständigen Untergrund. Besonders gut geeignet sind eine fachgerecht ausgeführte Betonfläche oder ein entsprechend vorbereitetes Pflasterfundament.
Eine direkte Aufstellung auf Rasen, Erde, losem Kies oder einem nicht verdichteten Untergrund ist hingegen nicht zu empfehlen.
Eine Motorradgarage besteht aus einer stabilen Stahlkonstruktion. Obwohl sie kompakt gebaut ist, wirken ihr Eigengewicht sowie Wind- und Wetterbelastungen dauerhaft auf den Aufstellort.
Ein geeigneter Untergrund erfüllt deshalb mehrere Aufgaben:
Bereits geringe Unebenheiten können dazu führen, dass die Konstruktion nicht vollständig gerade steht. Dadurch können sich Spaltmaße verändern oder die Tür lässt sich schwerer bedienen.
Eine durchgehende Betonplatte bietet eine besonders stabile und dauerhaft ebene Aufstellfläche. Sie erleichtert außerdem die sichere Befestigung der Motorradgarage.
Eine Betonplatte ist insbesondere sinnvoll, wenn:
Aufbau, Stärke, Bewehrung und Frostschutz sollten von einem Fachbetrieb passend zum Standort und zum örtlichen Boden festgelegt werden.
Auch eine gepflasterte Fläche kann als Untergrund geeignet sein. Entscheidend ist, dass das Pflaster fachgerecht verlegt wurde, nicht nachgibt und über einen ausreichend verdichteten Unterbau verfügt.
Vor der Aufstellung sollte geprüft werden, ob:
Lose verlegte Terrassenplatten oder Pflastersteine ohne tragfähigen Unterbau sind für die dauerhafte Aufstellung nicht geeignet.
Eine bereits vorhandene Beton- oder Asphaltfläche kann ebenfalls genutzt werden, sofern sie eben, unbeschädigt und ausreichend tragfähig ist. Besonders bei älteren Flächen sollten Risse, Absenkungen und die Möglichkeit zur Befestigung vorab geprüft werden.
Die Motorradgarage sollte nicht direkt auf folgenden Untergründen aufgestellt werden:
Diese Untergründe können sich im Laufe der Zeit bewegen oder absacken. Dadurch kann die Garage ihre korrekte Ausrichtung verlieren.
Die erforderliche Fläche richtet sich nach der gewählten Garage und ihrer Konfiguration. Die Standardausführung der STAHLRAUM Motorradgarage M1 besitzt folgende Außenabmessungen:
Die Aufstellfläche sollte nicht nur die Grundfläche der Garage berücksichtigen. Zusätzlich wird Platz für die Montage, das vollständige Öffnen der Tür und das sichere Rangieren des Motorrads benötigt.
Die endgültigen Fundament- oder Aufstellmaße sollten deshalb immer anhand der gewählten Ausführung und der Auftragsbestätigung festgelegt werden.
Rund um die Motorradgarage sollte Regenwasser zuverlässig ablaufen können. Wasser darf sich nicht dauerhaft unter oder unmittelbar an der Konstruktion sammeln.
Ein leichtes Gefälle der angrenzenden Fläche kann sinnvoll sein. Die eigentliche Standfläche muss dabei so ausgeführt werden, dass die Garage vollständig gerade und spannungsfrei montiert werden kann.
Achten Sie außerdem darauf, dass Fallrohre, Dachabläufe oder andere Entwässerungseinrichtungen kein Wasser direkt zur Garage leiten.
Eine fachgerechte Verankerung erhöht die Standsicherheit und schützt die Konstruktion vor Verschieben oder Anheben durch Wind. Die verwendete Befestigung muss zum Untergrund und zur jeweiligen Konstruktion passen.
Welche Dübel, Anker oder Befestigungspunkte benötigt werden, sollte vor der Montage anhand des konkreten Untergrundes geprüft werden. Befestigungen dürfen nicht einfach in lockere Pflastersteine oder einen nicht tragfähigen Unterbau gesetzt werden.
Bevor die Motorradgarage geliefert wird, sollten Sie folgende Punkte kontrollieren:
Der Untergrund sollte vor dem vereinbarten Liefer- oder Montagetermin vollständig fertiggestellt und ausgehärtet sein.
Ja, sofern das Pflaster eben, tragfähig und fachgerecht auf einem verdichteten Unterbau verlegt wurde. Zusätzlich muss eine geeignete Verankerung möglich sein.
Nicht in jedem Fall. Eine ausreichend stabile Pflaster- oder Betonfläche kann ebenfalls geeignet sein. Welche Lösung sinnvoll ist, hängt vom Produkt, dem Standort und dem vorhandenen Untergrund ab.
Eine direkte Aufstellung auf losem Kies ist nicht empfehlenswert. Der Untergrund kann sich bewegen oder ungleichmäßig absacken und bietet in der Regel keine zuverlässige Befestigungsmöglichkeit.
Die Fläche muss vor Lieferung und Montage vollständig fertiggestellt sein. Frischer Beton benötigt außerdem ausreichend Zeit zum Aushärten. Die genaue Planung sollte rechtzeitig mit dem ausführenden Fachbetrieb abgestimmt werden.
Ein ebener und tragfähiger Untergrund ist die Grundlage für eine sichere und dauerhaft funktionierende Motorradgarage. Eine Betonplatte bietet besonders stabile Voraussetzungen, aber auch fachgerecht verlegtes Pflaster kann geeignet sein.
Wichtig ist, die konkrete Situation vor der Bestellung zu prüfen und die Aufstellfläche passend zur gewählten Ausführung vorzubereiten.
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Hinweis: Die konkreten Anforderungen an Fundament, Befestigung und Aufstellort können je nach Produkt, Konfiguration und örtlichen Bedingungen abweichen. Maßgeblich sind die Angaben in der Auftragsbestätigung sowie die Prüfung am vorgesehenen Aufstellort.