
Motorrad im Winter richtig unterstellen: So gelingt die Winterpause
, by Sinan Ercan, 4 min reading time

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Mit der richtigen Vorbereitung übersteht Ihr Motorrad die Winterpause geschützt und startklar. Erfahren Sie, worauf es bei Reinigung, Batterie, Reifen, Feuchtigkeit und Unterbringung ankommt.
Wenn die Temperaturen sinken und die Motorradsaison endet, sollte das Fahrzeug nicht einfach abgestellt und für mehrere Monate vergessen werden. Feuchtigkeit, Schmutz, eine entladene Batterie und lange Standzeiten können im Frühjahr unangenehme Überraschungen verursachen.
Mit einigen einfachen Vorbereitungen und einem geeigneten Stellplatz lässt sich das Motorrad sicher und geschützt durch den Winter bringen.
Reinigen und trocknen Sie das Motorrad gründlich, prüfen Sie Betriebsstoffe, Batterie und Reifen und stellen Sie es anschließend an einem trockenen, gut belüfteten und abschließbaren Ort ab.
Eine Motorradgarage schützt das Fahrzeug vor Regen, Schnee und unbefugtem Zugriff. Eine ausreichende Luftzirkulation bleibt jedoch auch während der Winterpause wichtig.
Vor der Einlagerung sollten Schmutz, Insektenreste, Bremsstaub und andere Ablagerungen entfernt werden. Bleiben solche Rückstände über mehrere Monate auf Lack, Metall oder Kunststoff, können sie die Oberflächen dauerhaft belasten.
Verwenden Sie geeignete Reinigungsmittel und beachten Sie die Pflegehinweise des Motorradherstellers. Aggressive Reiniger und harte Bürsten können empfindliche Oberflächen beschädigen.
Nach der Reinigung muss das Motorrad vollständig trocknen. Achten Sie besonders auf schwer erreichbare Bereiche, Verbindungen, Schrauben und Vertiefungen, in denen Wasser zurückbleiben kann.
Ein nasses Motorrad sollte nicht direkt in eine geschlossene Garage gestellt und abgedeckt werden. Die eingebrachte Feuchtigkeit erhöht das Risiko von Kondenswasser und Korrosion.
Geeignete Pflegeprodukte können lackierte, metallische und verchromte Oberflächen während der Standzeit schützen. Bewegliche Teile und die Antriebskette sollten entsprechend den Herstellervorgaben gereinigt und gepflegt werden.
Achten Sie darauf, dass Pflegemittel nicht auf Reifen, Bremsscheiben, Bremsbeläge, Sitzflächen oder Bedienelemente gelangen.
Prüfen Sie vor der Winterpause Motoröl, Kühlmittel, Bremsflüssigkeit und Kraftstoffsystem. Die erforderlichen Maßnahmen unterscheiden sich je nach Motorradmodell, Tankmaterial und Dauer der Standzeit.
Halten Sie sich deshalb an die Betriebsanleitung und die Empfehlungen des Fahrzeugherstellers. Bei Unsicherheit kann eine Motorradwerkstatt die Einlagerung vorbereiten.
Eine Motorradbatterie kann sich während einer längeren Standzeit entladen. Abhängig vom Batterietyp kann es sinnvoll sein, sie auszubauen, frostgeschützt zu lagern oder mit einem geeigneten Ladegerät zu warten.
Verwenden Sie ausschließlich ein zum Batterietyp passendes Ladegerät und beachten Sie die Vorgaben des Herstellers. Ladegeräte und elektrische Anschlüsse sollten nur in einer dafür geeigneten, trockenen Umgebung betrieben werden.
Kontrollieren Sie den Reifendruck vor der Einlagerung und orientieren Sie sich an den Herstellerangaben. Bei einer monatelangen Standzeit kann es außerdem sinnvoll sein, das Motorrad gelegentlich etwas zu bewegen.
Wenn das Motorrad einen geeigneten Haupt- oder Montageständer besitzt, können die Reifen je nach Fahrzeug teilweise entlastet werden. Das Fahrzeug muss dabei jederzeit stabil und kippsicher stehen.
Eine Abdeckung schützt vor Staub und leichten Verschmutzungen. Innerhalb einer geschlossenen Motorradgarage sollte sie jedoch atmungsaktiv sein, damit sich darunter keine Feuchtigkeit staut.
Verwenden Sie keine nasse oder vollständig luftundurchlässige Plane direkt auf dem Motorrad. Sie kann eingeschlossene Feuchtigkeit am Fahrzeug halten.
Auch eine wettergeschützte Motorradgarage sollte belüftet sein. Temperaturschwankungen können dazu führen, dass sich an kalten Metallflächen Kondenswasser bildet.
Belüftungsöffnungen dürfen deshalb nicht zugestellt oder verschlossen werden. Eine optionale Antikondensationsbeschichtung kann zusätzlich dabei helfen, vorübergehend entstehende Feuchtigkeit an der Dachunterseite aufzunehmen und Tropfwasser zu reduzieren.
Die Garage benötigt einen ebenen, tragfähigen und befestigten Untergrund. Wasser sollte rund um den Aufstellort zuverlässig ablaufen können und sich nicht unter oder unmittelbar neben der Konstruktion sammeln.
Geeignet sind je nach örtlichen Bedingungen beispielsweise eine Betonplatte oder fachgerecht ausgeführtes Pflaster.
Auch während der Winterpause empfiehlt sich eine gelegentliche Sichtkontrolle. Prüfen Sie dabei:
Leicht entzündliche Flüssigkeiten, offene Kraftstoffbehälter und ungeeignete elektrische Geräte sollten nicht gemeinsam mit dem Motorrad gelagert oder betrieben werden.
Auch nasse Kleidung, feuchte Textilien und durchnässte Abdeckplanen erhöhen die Luftfeuchtigkeit und sollten zunächst außerhalb der Garage trocknen.
Nach der Winterpause sollte das Motorrad sorgfältig kontrolliert werden. Dazu gehören insbesondere:
Beachten Sie die Betriebsanleitung des Motorrads. Bei erkennbaren Mängeln oder längeren Standzeiten ist eine Kontrolle durch eine Fachwerkstatt empfehlenswert.
Eine sichere Winterlagerung beginnt mit einem sauberen und vollständig trockenen Motorrad. Batterie, Reifen, Betriebsstoffe und empfindliche Oberflächen sollten entsprechend den Herstellervorgaben vorbereitet werden.
Eine abschließbare und belüftete Motorradgarage schützt das Fahrzeug vor Witterung und unbefugtem Zugriff. In Verbindung mit einem geeigneten Untergrund und regelmäßigen Kontrollen schafft sie gute Bedingungen für die Winterpause.
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